Das Johann-Burchard-Bartels Haus – Vorreiter in der Unterstützung hörbeeinträchtigter Bewohner

Der Wohnbereich 1 des Johann-Burchard-Bartels Hauses wird in Kürze Mittelpunkt eines Projektes, von dem sich alle Beteiligten eine Verbesserung der Lebensqualität unserer Bewohner versprechen. Ziel ist, dass die Kommunikationsfähigkeit für Menschen mit Hörbeeinträchtigung mithilfe von geeigneten Hilfsmitteln und Angeboten verbessert wird.

Zur Umsetzung des Projektes wird der Aufbau eines weitreichenden örtlichen und regionalen Netzwerkes erforderlich sein. Niedergelassene Ärzte, Akustiker, Krankenhäuser, die Sozialen Dienste der Krankenhäuser, örtliche Kirchengemeinden werden von den Mitarbeitenden der Diakonischen Altenhilfe eingebunden.
Zusammen mit dem HNO-Arzt wird der Status der Gehörlosigkeit ermittelt. "Wir wollen einen Audiotherapeuten ausbilden, der dann mit den Bewohnern innerhalb der persönlichen Grenzen Bewältigungsstrategien und eventuelle Trainingsmaßnahmen erarbeiten kann" so Dr. Izabela Vranic, Dienststellenleitung des Johann-Burchard-Bartels Hauses. " Dies geschieht immer in Kommunikation mit allen an diesen wichtigen Prozessen beteiligten Menschen. Der Bewohner selbst, die Angehörigen, die Pflegenden, Ärzte, Therapeuten etc."

Am Anfang steht die Aufklärung und Unterstützung, das Verständnis für die eigene Unzulänglichkeit, die evtl. gar nicht bewusst und erkannt war. Dazu werden Standards zur Versorgung von Menschen mit Hörbeeinträchtigungen entwickelt, erprobt und implementiert. "Wir wollen die Projektergebnisse in alle Einrichtungen der Diakonischen Altenhilfe transferieren und damit die Nachhaltigkeit sichern" berichtet Dr. Vranic weiter.

Kooperation

Auch die Kooperation mit dem Deutschen Bund für Schwerhörige e.V. (DSG) ist ein wichtiger Schritt. Die Diakonische Altenhilfe Wuppertal kann von dem Know How der Fachleute des DSG nur lernen.

"Wenn wir eine Pflegefachkraft zum Audiotherapeuten ausbilden lassen, wird ihr Wissen den Bewohnern zugute kommen und zugleich an alle anderen Pflegenden mit weitergegeben. So wirken die ausgebildeten Mitarbeiter wie "Multiplikatoren" erzählt Dr. Vranic weiter von den Plänen des Johann-Burchard-Bartels- Hauses.

"Wichtig ist uns auch, dass unser Projekt wissenschaftlich begleitet wird. Angestrebt wird hier die Kooperation mit der Humanwissenschaftlichen Fakultät in Köln." - Die ersten Kontaktaufnahmen sind bereits erfolgt, konkrete Absprachen sollen in den nächsten Wochen getroffen werden.

Wie berichtet, wird in einem kleinen Rahmen, auf dem Wohnbereich 1, gestartet. Später werden dann die anderen Wohnbereiche nach und nach einbezogen. Danach soll für alle 8 stationären Einrichtungen der Diakonischen Altenhilfe Wuppertal das Wissen und die Erfahrung des Johann-Burchard-Bartels Hauses zur Verfügung stehen.

Auch ein wichtiger Punkt, der schnell "überhört" wird: die baulichen Gegebenheiten der Häuser müssen geprüft werden hinsichtlich der Erfordernisse, die hörbeeinträchtigten Mitbewohnern das Leben deutlich erleichtern können. Technische Hilfen bei der Telekommunikation, der Unterhaltungselektronik in den Veranstaltungsräumen, aber auch Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik rücken in den Fokus. Kann eine Klingel nicht gehört werden, so könnten z.B. Türlichtklingeln bei Bedarf installiert werden.

Dr. Izabela Vranic: "Es ist uns einfach ein großes Bedürfnis, unseren Bewohnern ein gutes Lebensgefühl zu geben. Besseres Hören und Verstehen gehören auf jeden Fall dazu!"

Gutes Hören verbessert die Lebensqualität

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