Den Bewohnern ein Leben in Würde zu ermöglichen,

das ist seit jeher das übergeordnete Ziel diakonischer Altenarbeit. Das gilt besonders für die abschließende Lebensphase. Doch auch die anderen Beteiligten (Mitbewohner, Mitarbeiter, Angehörige) haben ein Recht auf eine angemessene Trauerkultur. 

Projektstart in Elberfeld

Die Häuser der Diakonischen Altenhilfe Wuppertal in Elberfeld (Altenzentrum Kasinostraße, Reformiertes Gemeindestift Elberfeld und Pflegezentrum Haus Hardt) haben deshalb im August 2012 das Hospiz- und Palliativprojekt gestartet.

Fortführung des Projektes in den Barmer Einrichtungen

Das Altenzentrum Gemarker Gemeindestift, Johann-Burchard-Bartels-Haus, Altenzentrum Wichlinghausen und das Altenzentrum Cronenberg wurden seit Anfang 2014 in das Projekt mit eingeschlossen.

Die Projektpartner

Der Ambulante Hospizdienst Barmen und der Hospizdienst "Die Pusteblume" sind wichtige Projektpartner. Die langjährigen Erfahrungen der beiden Hospizdienste kommen der Schaffung einer übergreifenden Hospiz- und Palliativkultur entgegen. Bis Ende 2015 soll das Projekt abgeschlossen werden.

Deutscher Hospiz- und PalliativVerband

Das Projekt orientiert sich an die vom "Deutschen Hospiz- und PalliativVerband" zusammengestellten "Indikatoren für Hospizkultur und Palliativkompetenz". Der Dachverband von über 1000 Hospizvereinen und Palliativeinrichtungen fordert in Bezug auf die stationäre Altenpflege: " Aufgabe(...) ist es, den hochbetagten schwerstkranken Bewohner in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Die Betroffenen sollen eine angemessene umfassende palliativ-hospizliche Versorgung und Begleitung erhalten. Dazu gehören die Behandlung von Schmerzen sowie die umfassende palliativ pflegerische Versorgung (...) und psychosoziale und spirituelle Begleitung."

Gleiche Zielsetzung

Aus der Projektkonzeption der Diakonischen Altenhilfe Wuppertal und den oben genannten Vorgaben lassen sich konkrete Ziele ableiten, da beide Projekte dasselbe Ergebnis verfolgen. Hinsichtlich der Schulung von Mitarbeitenden wurden besondere Vorgaben mit dem Förderverein des Hospizdienstes "Die Pusteblume" vereinbart, der dieses Projekt mit einer großzügigen Spende unterstützt. 

Die Umsetzung der Ziele

Um die Vorgaben erfolgreich umzusetzen, wurden verschiedene Teilziele gesetzt. So muss etwa die Pflege während der Sterbephase angepasst werden. Die Einzelmaßnahmen sind soweit zu reduzieren, dass der Betroffene sich so wenig wie möglich gestört fühlt. Hierbei findet eine enge Zusammenarbeit mit den Angehörigen und dem Hausarzt statt.

Gedenkkultur

Ebenso gilt es, eine Gedenkkultur zu schaffen, zu der zum Beispiel eine Abschiedsfeier für jeden verstorbenen Bewohner und die Auslage eines Kondolenzbuchs in der jeweiligen Einrichtung gehören. 
 

Fachliche Qualifikation der Mitarbeiter

Entscheidend bei der Realisierung einer angemessenen Hospiz- und Palliativkultur ist nicht zuletzt die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter, und entsprechend umfangreich gestaltet sich der Fortbildungsplan. Alle Mitarbeiter aus allen Arbeitsbereichen der Einrichtung, also auch der Haustechnik und der Verwaltung, die mindestens eine halbe Stelle bekleiden, absolvieren die 40 stündige Fortbildung Palliative Praxis. Die Pflegedienst- und Wohnbereichsleitungen sowie interessierte Pflegefachkräfte nehmen an der Fachweiterbildung Palliative-Care teil, die 160 Stunden beansprucht. Außerdem finden weiter Schulungen wie z.B. zu Themen wie der Gestaltung der Abschiedsfeier oder der Begleitung bei Schmerzen statt. 



Ein würdevolles Leben bis zuletzt

Es ist absehbar dass das "Hospiz- und Palliativprojekt der DAW" ein mit einem großen Zeit- und Arbeitsaufwand verbundenes Projekt ist. Doch es wird sich lohnen, denn das Ergebnis lautet: Ein würdevolles Leben bis zuletzt. 
Ansprechpartner bei der Diakonischen Altenhilfe Wuppertal: Anne Lienkamp, email: alienkamp@diakonie-wuppertal.de

 

 

 

 

 



Schriftenreihe der Diakonischen Altenhilfe Wuppertal


"Die letzten Tage und Stunden"
"Ethisches Fallgespräch"
"Zwischenbilanz drei Jahre nach Projektstart"

Broschüren zum Themenkreis "Hospiz- und Palliativkultur" können ab 50 Stück Bestellmenge gegen eine Schutzgebühr bezogen werden
(fon 0202 97 444 100).
Einzelne Exemplare stellen wir selbstverständlich kostenlos zur Verfügung.

Dienststellenleitung

Katharina Ruth
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