Immer aktuell

21.09.2017

Bergischer Demenztag in den City-Arkaden

Diakonische Altenhilfe mit Vielfältigkeit vertreten

Anna Noeckel am Stand der Diakonischen Altenhilfe

Diakon Engelbert, Cornelia-Maria Schott und Ilka Federschmidt

Cornelia-Maria Schott, Ilka Federschmidt, Stefan Kühn und Diakon Ralf Engelbert

Organisiert vom Demenz Servicezentrum Bergisches Land, in Trägerschaft der Evangelischen Stiftung Tannenhof, zeigten Aussteller unterschiedlichster Couleur ihre Angebote zum (immer noch) Tabuthema Demenz. Hinter dem Demenz Servicezentrum stehen in Persona Arnd Bader und Susanne Bäcker. Die beiden wirbelten unermüdlich zwischen den Organisatoren der City-Arkaden, der Technik und den Ständen der Aussteller hin und her, beantworteten Fragen, organisierten Stühle und Mikros und diskutierten mit dem Hausmeisterservice. Ein großes Dankeschön an die beiden! Arnd Bader moderierte zudem die Veranstaltung, begleitete auf der Bühne, machte die Ansagen für das vielfältige Programm.

Mit einem Grußwort des Sozialdezernenten Dr. Stefan Kühn begann der Tag. Superintendentin Ilka Federschmidt und Diakon Ralf Engelbert haben eine ökumenische Andacht gehalten - fast eine Tradition beim Bergischen Demenztag in den City Arkaden.

Die Diakonische Altenhilfe Wuppertal hatte mit ihrem Informationsstand einen guten Standort und konnte ihre Angebote rund um das Thema Demenz (und mehr) gut platzieren. Anna Noeckel, Projektleiterin von „Demenz bewegt“ im Altenzentrum Cronenberg, stand den vielen Interessenten gerne Rede und Antwort, gemeinsam mit Kolleginnen aus den anderen Pflegeeinrichtungen.“ Es haben sich viele sehr interessante und auch bewegende Gespräche ergeben und wir konnten in einigen Fällen auch Unterstützung und Rat geben“, so Anna Noeckel. Auch die Diakonie Akademie war am Stand vertreten durch die Leiterin Evelyn Adams und Alina Grunewald, die an der Diakonie Akademie unterrichtet. Cornelia-Maria Schott, Geschäftsführerin der Diakonischen Altenhilfe, erkundete gemeinsam mit Superintendentin Ilka Federschmidt, dem Sozialdezernenten Dr. Stefan Kühn und dem Diakon Ralf Engelbert die Angebotsvielfalt der Veranstaltung.

Die Schüler der Diakonie Akademie traten in diesem Jahr mit gleich 2 Programmpunkte in Erscheinung: 1. Demenzparcours und 2. mit einem Theaterstück.

Beim Demenzparcours zeigen die Schüler/innen, wie es ist, wenn die Sinne eingeschränkt sind. Es wird schwierig, einen Schuh zu binden, ohne einen Blick auf die Hände werfen zu können und dann zusätzlich ausschließlich spiegelverkehrt den Schnürsenkel binden. Fast unmöglich. Oder einen Löffel mit kleinen Steinen zu befüllen. Die Gesetze, nach denen wir leben, scheinen aufgehoben. Links ist nicht mehr links und rechts nicht mehr rechts. Alles ist irgendwie gleich und doch komplett anders. Gelebter Alltag eines von Demenz betroffenen Menschen.

Der zweite Programmpunkt der Schüler ist ein Theaterstück, in dem Gedanken zu Demenz und dem verblassenden Leben in Szene gesetzt wurden. Unter der Leitung von Mario Peine, Lehrkraft an der Diakonie Akademie, haben die Schüler eigenständig ihre Gefühle und Gedanken inszeniert und gespielt. Gänsehautgefühle waren garantiert! Arnd Bader: „Besonders toll fand ich, dass der Tanz als Medium genommen wurde, um Gefühle zum Ausdruck zu bringen.“

Anna Noeckel, Projektleiterin „Demenz bewegt“ im Altenzentrum Cronenberg, organisierte einen weiteren Programmpunkt, den Poetry Slam. In Verbindung mit Demenz doch eher ungewöhnlich. Aber die „Wortpiraten“ (Hank Zerbolesch, Jörg Degenkolb-Degerli, Sven-Eric Jansen und André Wiesler) haben das Thema mit einer gekonnten Mischung aus Humor und Betroffenheit zum Besten gegeben. Sie wussten worüber sie sprachen und konnten dem Publikum Gedanken und Erfahrungen vermitteln.

Alles in Allem ein sehr bewegender Tag! Unser Dank geht an alle Aussteller und an alle helfenden Hände und Unterstützer.

Ehrenamt

Warum nicht mal ehrenamtlich tätig werden?

Hier erfahren Sie, was Sie bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit erwartet.
zum Ehrenamt