Rund um den Bundesfreiwilligendienst

Informationen zum Bundesfreiwilligendienst (BFD)

Zielgruppe

Der BFD ist ein generationsoffenes Angebot. Das heißt, er richtet sich an Frauen und Männer ab 16 Jahre (nach Erfüllung der Schulpflicht).

Dauer

Der BFD dauert in der Regel 12 Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 24 Monate. Der Bundesfreiwilligendienst ist überwiegend in Vollzeit zu leisten. Menschen über 27 Jahre können den Freiwilligendienst jedoch auch in Teilzeit, mit mindestens 20 Stunden in der Woche, absolvieren.

Einsatzgebiete

Die Betätigungsfelder und Einsatzstellen sind vielfältig, zum Beispiel in der Pflege und in der sozialen Betreuung, im Bereich der Haustechnik und im Fahrdienst oder in der offenen Altenarbeit. Wie alle Freiwilligendienste und auch der ehemalige Zivildienst sind die Tätigkeiten im BFD arbeitsmarktneutral. Das heißt, die Freiwilligen leisten zusätzliche, unterstützende Tätigkeiten und ersetzen keine regulären Arbeitskräfte.

Seminare

Während eines einjährigen BFD sind die Freiwilligen verpflichtet, an 25 Seminartagen teilzunehmen. Dies gilt jedoch nur für Freiwillige unter 27 Jahren. BFDler und BFDlerinnen, die älter sind als 27 Jahre, nehmen »in angemessenem Umfang« an den Bildungstagen teil. Dieser exakte Umfang wird dezentral von den Einrichtungen und Trägern festgelegt.

Taschengeld

Die Freiwilligen erhalten ein Taschengeld, das bundesweit eine einheitliche Obergrenze von 330 Euro hat. Die Höhe des Taschengeldes wird mit den Einsatzstellen vereinbart.

Zuschuss

Die Einsatzstellen des BFD werden vom Bund für jüngere, kindergeldberechtigte Freiwillige (bis 25 Jahre) mit bis zu 250 Euro pro Monat, für ältere, nicht kindergeldberechtigte Freiwillige (ab 26 Jahren) mit bis zu 350 Euro pro Monat bezuschusst.

Arbeitslosengeld

Nach einem mindestens 12-monatigen Bundesfreiwilligendienst besteht Anspruch auf Arbeitslosengeld. BFDler und BFDlerinnen, die Arbeitslosengeld II empfangen, dürfen 60 Euro des Taschengeldes als so genannte »nicht berücksichtigte Einnahme« behalten. Dieser Betrag wird nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.

Sozialversicherung

BFDler und BFDlerinnen sind während ihres Dienstes gesetzlich sozialversichert, die Kosten übernehmen die Einsatzstellen (die Diakonische Altenhilfe Wuppertal gGmbH)

Kindergeld

Der Anspruch auf Kindergeld bleibt auch während des BFD bestehen.


Stellenangebot für den Bundesfreiwilligendienst (BFD)

Sie suchen …
… eine neue Herausforderung und wollen sich beruflich (neu) orientieren?
… eine sinnvolle Alternative?
… Ihre eigenen Fähigkeiten, Grenzen und Möglichkeiten?

Sie wollen …
… die Zeit zwischen Schule, Ausbildung oder Studium sinnvoll nutzen?
… den eigenen finanziellen Unterhalt für ein Jahr sichern?
… zusätzliche Qualifikationsmöglichkeiten für Ausbildung oder Studium?
… Ihre freie Zeit sinnvoll nutzen?

Mit dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) haben Sie die Möglichkeit Ihre Chancen auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu erhöhen. An den meisten Fach- und Hochschulen wird der BFD sogar als Praktikum anerkannt. Viele Unternehmen erkennen Ihre erworbenen Team-, Kommunikations- und Sozialkompetenzen als Pluspunkte in Ihrer Bewerbung an. Auf jeden Fall werden Sie Ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen entdecken und nach dem BFD wissen, ob Ihre berufliche Zukunft im sozialen Bereich liegen kann.

Die Diakonische Altenhilfe Wuppertal gGmbH bietet Plätze für den Bundesfreiwilligendienst (für Frauen und Männer ab 16 Jahren) in der sozialen Betreuung und Pflege von alten Menschen aber auch in anderen unterstützenden Bereichen (z.B. Haustechnik) in unseren Einrichtungen an. Alle Arbeitsbereiche bieten Begleitung durch fachlich ausgebildetes und pädagogisch geschultes Personal.


Weitere Informationen

erhalten Sie von unseren Ansprechpartnern aus der Personalabteilung:

Jörg Leifels

Jörg Leifels

Tel: 0202 97444-160
jleifels@diakonie-wuppertal.de



Interessiert?

Bewerbung

Der Beginn ist grundsätzlich zu jedem Monatsersten möglich. In der Regel beginnt der Bundesfreiwilligendienst – wie auch die anderen Freiwilligendienste – im August oder September. Interessenten können sich also das ganze Jahr über bewerben.

Im Überblick

BFD, FSJ, FÖJ: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

  • Der BFD ergänzt die bisherigen Freiwilligendienste.

  • Wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) ist der BFD ein so genanntes Bildungs- und Orientierungsjahr. Der Einsatz vermittelt soziale Erfahrungen, stärkt freiwilliges Engagement und kann der beruflichen Orientierung dienen.

  • Die Teilnehmenden erhalten in allen Freiwilligendiensten ein Taschengeld von höchstens 330 Euro pro Monat.

  • FSJ und FÖJ richten sich ausschließlich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre. Der neue BFD steht dagegen Menschen jeden Alters offen.

  • FSJ und FÖJ liegen in der Zuständigkeit der Länder, der BFD liegt in der Zuständigkeit des Bundes. Er wird neben dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAfZA), die Nachfolgebehörde des Bundesamtes für den Zivildienst, durch Verträge mit dem Bund von den jeweiligen zivilgesellschaftlichen Organisationseinheiten verwaltet.