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13.02.2020

Erste Wuppertaler Thementage starten mit hohem Besucherandrang

Für viele klingt es belastend: Sterben muss jeder - sich mit dem Tod beschäftigen wollen die wenigsten. Doch wir alle wissen, dass wir irgendwann sterben werden. Dennoch schieben viele den Gedanken an den eigenen Tod oder den eines nahestehenden Menschen weg von sich. „Dabei kann es helfen, sich der eigenen Endlichkeit bewusst zu sein und sich mit dem eigenem Tod oder dem eines geliebten Menschen zu beschäftigen“, sagt Katharina Ruth. Als Leiterin des Hospizdienstes „Pusteblume“ der Diakonischen Altenhilfe Wuppertal hat sie mit der Trauerbegleiterin Dr. Susanne Fudickar zum ersten Mal in diesem Jahr die „Wuppertaler Thementage“ ins Leben gerufen. Die kostenlose Reihe fand zum Thema Trauer in all ihren Dimensionen an zwei Tagen in der Schützengesellschaft am Brill statt. Rund 100 Menschen kamen zu den Veranstaltungen am zweiten Februar-Wochenende. Es wurde darüber gesprochen, was genau beim Prozess des Trauerns und des Verlusterlebens passiert und welche Einflussfaktoren es gibt, die zu einer Trauerbewältigung führen. Zum Beispiel haben Besucher aber auch erfahren, wie man einen Kondolenzbrief schreiben kann und wieso wir überhaupt unsere Anteilnahe in einem Schreiben ausdrücken.

„Unsere Tage haben davon gelebt, dass wir unterschiedliche Perspektiven zum Thema Trauer beleuchtet haben.“ sagt Susanne Fudickar. Das bestätigt Katharina Ruth, die die Wuppertaler Thementage anregend und bereichernd empfand: „die Begegnungen mit den Besuchern haben gezeigt, dass man über Trauer sprechen kann und es kein Tabuthema sein muss. Deshalb kann ich jedem empfehlen, sich freiwillig mit dem Thema Endlichkeit und Trauer zu beschäftigen“. Die Veranstalter haben sich auch über viele Spenden an diesem Tag für die Hospizarbeit gefreut. Der überraschend große Andrang zu diesem Thema hat den Hospizdienst ermutigt, auch im nächsten Jahr im Februar zu den Wuppertaler Thementagen einzuladen. 

© Diakonische Altenhilfe Wuppertal GmbH 2020