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23.03.2020

Kraft, Liebe und Besonnenheit

in diesen besonderen Zeiten der Corona-Pandemie arbeiten alle unermüdlich mit Einschränkungen und Veränderungen im Home Office oder bei der Arbeit. Diese Zeit ist anstrengend und kostet uns alle Kraft. Deshalb unterstützt uns Pfarrer Martin Gebhardt jede Woche mit einer digitalen Andachten. Dadurch wahrt die Diakonie räumlichen Abstand und gebt trotzdem Halt und Mut.

Digitale Andacht vom 23.02.2020

das Alltags- und Berufsleben hat sich für uns alle verändert. Viele Begegnungen finden nicht mehr statt, die Arbeit ist für uns alle anders geworden. Einige sind ins „Home-Office“ gegangen, andere müssen auf die Kolleginnen verzichten und machen Arbeiten allein, die sonst im Team erledigt wurden. Für manche kommen neue Aufgaben hinzu, weil das Hilfesystem durch viele Schließungen sehr eingeschränkt wurde und die Arbeit nun von Euch übernommen werden soll.

Hinzu kommen auch die Sorgen um die eigene Gesundheit und die der Familie. Jede und jeder geht damit anders um, aber wir alle brauchen Kraft und Ausdauer, um uns auf die Situation einzustellen. Schon die letzte Woche brachte jeden Tag wieder neue Regeln und Richtlinien, auf die wir reagieren mussten.

Mir ist in den letzten Tagen ein Bibelwort wichtig geworden, das auf den Punkt bringt, was wir brauchen:

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2.Timotheus 1,7)

Wir alle leben von der Hoffnung, dass unser Einsatz für andere Gutes bewirkt, sind bemüht, dafür zu sorgen, dass das Leben unserer Klientel verbessert wird. Schon unter normalen Umständen ist das oft schwierig, aber wir haben gelernt, die Hoffnung die Menschen in uns setzen nicht zu enttäuschen. Nun aber wird es noch deutlich schwerer.

Wir selbst müssen uns immer wieder neu mit Kraft und Zuversicht versorgen, um anderen Mut zu machen. Das kann uns gelingen, wenn wir darauf vertrauen, dass auf der Arbeit für andere ein Segen liegt, der uns mit diesem Geist verbindet: Dem Geist Gottes, der uns immer wieder neu mit Kraft, Liebe und Besonnenheit versorgt. Die Besonnenheit erscheint mir in diesen Tagen besonders wichtig.

Besonnenheit meint ja, dass wir all unsere Sinne nutzen („Aus der Ruhe kommt die Kraft“) und uns nicht in den Sog der Betriebsamkeit hineinziehen lassen, sondern wohlüberlegt und gut vorbereitet unsere Arbeit tun.

Auch „Sicherheit am Arbeitsplatz“ bekommt ja jetzt eine neue Dimension dazu. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ das heißt eben auch „Schütze deinen Nächsten wie dich selbst“. Passen Sie gut auf sich auf!

 

Alles Liebe und Gute wünsche ich Euch und Ihnen

 

Martin Gebhardt

© Diakonische Altenhilfe Wuppertal GmbH 2020