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25.06.2020

"Wir haben gerne geholfen"

„Es ist mir eine Herzensangelegenheit, mich um andere zu kümmern“, sagt Christoph Deters. Darum hat er in der „heißen“ Phase der Corona-Pandemie auch gerne seine Aufgabe verlassen, um zeitweise den Sozialbegleitenden Dienst und die Verwaltung im Reformierten Gemeindestift vor Ort zu unterstützen.

Einige Wochen lang war er in dem Haus, das er aus seinem ersten Ausbildungsjahr schon gut kannte und hat sich dort gemeinsam mit einer Azubi-Kollegin um die Bewohner gekümmert.

 

Die alten Menschen sind besonders gefährdet

„Der Bedarf an Unterstützung in der Betreuung war sehr hoch. Die alten Menschen waren und sind besonders gefährdet“, sagt Deters. „Natürlich haben wir gerne vor Ort geholfen.“

Der 22-Jährige macht seit August 2018 eine Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen bei der Diakonischen Altenhilfe. Er hat bisher im Bereich Kundenverwaltung und Leistungsabrechnung gearbeitet und sich um Verträge und den Erstkontakt bei der Aufnahme gekümmert, sowie um die Abrechnung verschiedener Leistungen.

Unterstützung für die Pflegekräfte vor Ort

„Das Haus unterlag den vorgegebenen Besuchseinschränkungen, sodass Besuche auf das Nötigste reduziert wurden. Wir haben wirklich viel mit den Bewohnern geredet, Mensch ärgere Dich nicht gespielt oder sind kurz mit ihnen vor die Tür gegangen. Wir haben uns eben mit ihnen beschäftigt. So konnten wir die Pflegekräfte und Betreuungskräfte unterstützen und auf die Bedürfnisse der Bewohner eingehen“, sagt Christoph Deters, der sich neben seiner Ausbildung ehrenamtlich zum Hospizhelfer ausbilden lässt.

Sie können uns so vel weitergeben

„Alle waren angespannt und verunsichert und hatten Corona im Kopf. Besonders die Menschen mit Demenz können sehr schlecht nachvollziehen, warum plötzlich keine Besuche von außen kommen oder jeder eine Maske trägt“, erinnert sich Deters, der mittlerweile wieder in der Hauptverwaltung der Diakonischen Altenhilfe eingesetzt ist. „Trotz der Schwere der Situation hat es alle zusammengeschweißt.“

Ihm habe es große Freude bereitet, sich um die Bewohner kümmern zu können. „Die Menschen haben schon ein ganzes Leben gelebt und können uns so viel weitergeben. Sie sind unsere Lehrer“, sagt der 22-Jährige.

Foto: Altenhilfe
Text: Nikola Dünow

 

 

© Diakonische Altenhilfe Wuppertal GmbH 2020