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19.11.2018

20 Jahre Hospizdienst - Die Pusteblume

Katharina Ruth leitete mit einem Auszug aus dem Buch „Applaus für Bronikowski“ von Kai Weyand den Abend ein, in dem sinngemäß ein kleiner Junge einem Bestatter nach dessen Beruf ausfragte und klug damit endete, dass er gerne einmal einen Toten sehen würde, weil er selbst ja auch sterben würde.

Moderiert von Annette Hager sprachen Christine Westermann, Götz Alsmann und Stefan Kühn von nahegehenden persönlichen Erlebnissen, vom Tod, vom Feste feiern, traurig und fröhlich sein.

Christine Westermann hat aus ihrem Buch „Manchmal ist es federleicht“ gelesen. Über Anne, die auch nach ihrem Tod an den Weihnachtsfesten der Freunde teilnimmt und über den Abschied von „Zimmer frei!“. In bewegenden Worten schildert Westermann in gewohnt charmanter Weise ihr Erleben, ihre Gefühle und ihre Wahrnehmungen. Dazu Klavierstücke von Michael Jari und Cole Porter, interpretiert von Götz Alsmann, dem Menschen, der seine Kunst mit Charme und Leichtigkeit vermittelt und sein Publikum mit Witz und Wortakrobatik in den Bann zieht. Er war es auch, der dem Abend die Schwere nahm und den Humor hineinbrachte. Ein hervorragendes „Ping-Pong-Spiel“ zwischen Alsmann und Westermann kam zustande, ein Plaudern aus dem Nähkästchen, wie Christine Westermann den Verlauf des Gespräches beschrieb. Der Sozialdezernent passte in diese Runde durch seinen Witz aber auch durch die eigene Betroffenheit, die Ehrlichkeit, mit der er vom Krebstod seiner Frau erzählte.
Alle stimmten mit Götz Alsmann überein, der für die Hospizarbeit mehr Öffentlichkeit verlangte und genau darin auch seine persönlichen Möglichkeiten sehen würde. Kühn appellierte an das Miteinander der Menschen, an ein Mehr an Aufmerksamkeit, darauf zu achten, wie es dem anderen geht.

Es war ein schöner, ein rundum gelungener Abend, eben ein Abend voller Leben.

Schön auch, dass die Veranstaltung in der Sophienkirche komplett ausverkauft war.


Die Bücher, aus denen gelesen wurde sind über den Buchhandel erhältlich:
Kai Weyand: „Applaus für Bronikowksi“
Christine Westermann: „Manchmal ist es federleicht – von großen und kleinen Abschieden“

© Diakonische Altenhilfe Wuppertal GmbH 2018